"Hitlers Theologie ist intellektuell krude, ihr Rassismus ist erbärmlich und ihr Gott ein numinoses Monster. Es gibt keine Gnade und keine Barmherzigkeit in ihr und daher auch keinen Frieden. Aber sie wurde, worauf tatsächlich alle Theologie zielt: praktisch" (Rainer Bucher, Hitlers Theologie, 11).
Das Seminar wird sich eingehend mit der von Bucher rekonstruierten Theologie Hitlers beschäftigen, um in Abgrenzung dazu das religionspädagogische Projekt religiösen Lernens klar zu konturieren und die Zielsetzungen religiöser Bildung zu bestimmen. Dazu wird parallel zur Lektüre des Buches von Bucher nach religionspädagogischen Kriterien, Zielen und Methoden christlich-religiösen Lernens gefragt werden.
Dazu werden wir regelmäßig auf die "Anstöße zur Urteilsbildung" zurückgreifen, die Rudolf Englert vorgelegt hat.
Literaturhinweise
- Rainer Bucher, Hitlers Theologie, Würzburg 2008 (Pflichtlektüre).
- Anton Grabner-Haider / Peter Strasser, Hitlers mythische Religion. Theologische Denklinien und NS-Ideologie, Wien / Köln / Weimar 2007.
- Rudolf Englert, Religionspädagogische Grundfragen. Anstöße zur Urteilsbildung, Stuttgart 2007 (begleitende Lektüre!).